Oft lese ich Artikel, in denen Menschen davon schreiben, dass sie die perfekte Morgenroutine für jedermann gefunden haben. Nachdem ich mich durch die ein oder andere tägliche Morgenroutine dieser Menschen durchprobiert habe, muss ich sagen: DIE eine perfekte Morgenroutine, die für jeden funktioniert, gibt es nicht. Eine gesunde Morgenroutine ist so vielfältig, wie wir Menschen es auch sind. Eigentlich hätte mich das gar nicht überraschen dürfen. Schließlich gibt es ja auch sonst nur wenige Dinge, die wirklich für jeden Menschen passen. Deshalb möchte ich dir im Folgenden meine Erkenntnisse zum Thema der beste Start in den Morgen mit an die Hand geben. Es ist eine Art Baukasten, mit dem du die für DICH perfekte Morgenroutine zusammenstellen kannst. Wenn du sie, wie in meinem Beitrag „Gute Gewohnheiten als Erfolgsgarantie – Teil 1“ zu einer täglichen Routine machst, wirst du sehr schnell merken, wieviel mehr Struktur und  Energie dir das gibt.

Wie wichtig ist eine Morgenroutine?

Früher habe ich mir über das Thema Morgenroutine keine Gedanken gemacht. Aber seit ich einen Job habe, in dem ich sehr früh im Büro bin, musste ich mich damit befassen. Als ich in meinem neuen Job angefangen habe, war es so, dass 5:15 Uhr der Wecker geklingelt hat. In den anschließenden 25 Minuten ging alles unglaublich schnell. Zuerst aus dem Bett springen. Dann wie ein Zombi ins Badezimmer taumeln, Wasser ins Gesicht werfen, Zähne putzen und Haare irgendwie in Form bringen. Etwas Mascara auftragen und anschließend im Kleiderschrank versinken, um möglichst schnell etwas passables zum Anziehen zu finden. Genau 5:40 Uhr saß ich dann in meinem Auto und bin gestresst ins Büro gefahren, um pünktlich 6:30 Uhr an meinem Schreibtisch zu sitzen. Das ging ein Jahr lang so. Ich war unglaublich getresst, unzufrieden und wollte unbedingt etwas ändern.

Deshalb habe ich angefangen, mich mit dem Thema Morgenroutine zu befassen. Und das war es absolut wert. Durch diesen Teil in meinem Alltag, habe ich so viel an Struktur und Energie gewonnen, dass ich ihn nicht mehr missen mag. Ich habe wertvolle Zeit gewonnen, die mir dabei hilft, mein Leben zu ordnen und meinen Stresspegel niedrig zu halten.

Wie startet man am besten in den Tag?

Wenn man sich mit dem Thema Morgenroutine beschäftigt, fällt schnell auf, dass es ein paar grundlegende Dinge gibt, die in den meisten Anleitungen enthalten sind. Zu ihnen gehören Ruhe (wie beispielsweise Meditation oder Yoga), Bewegung und irgendeine Form des Journalings. Für mich habe ich festgestellt, dass diese Bausteine grundlegenden Einfluss auf den Rest des Tages haben. Deshalb gehören sie in meine perfekte Morgenroutine.

Dabei solltest du aber wissen, dass diese Bausteine in unzähligen Varianten denkbar sind. Du kannst sie jederzeit vollkommen auf deinen Bedarf und deine Neigungen anpassen. Für die einen ist ein knackiges HIIT das Richtige und für die anderen eine kurze Runde Pilates. Es gibt hier, wie bei allem anderen auch, nicht den einen richtigen Weg. Probier einfach aus! Die Reihenfolge von Ruhe ⤇ Bewegung ⤇Journaling hat sich für mich als praktisch erwiesen. Aber auch hier bist du vollkommen frei in der Gestaltung. Das betrifft auch den zeitlichen Rahmen. Ich stehe jetzt einfach 15 Minuten früher auf und fahre 15 Minuten später zur Arbeit. In dieser kurzen Zeit bekomme ich alles für mich wichtige unter.

Grundgerüst meiner Morgenroutine

1) Ich starte tatsächlich mit dem Teil „Prep your Mind“ bzw. Ruhe in meine Morgenroutine. Eine fünf-minütige Meditation und anschließend eine kurze Runde Freeletics geben mir absolute Entspannung. Mein Hirn bleibt hier quasi noch ausgeschaltet. Keine Gedanken an die Arbeit oder andere Dinge.

2) Anschließend mache ich mich im Teil „Get youself ready“ für den Tag fertig. Zähne putzen und eine kalte Dusche sorgen für einen klaren Kopf. Dann Haare richten und etwas Make-Up, bevor ich in mein Outfit für den Tag springe, das ich mir mittlerweile bereits am Vorabend zurechtlege.

3) Danach nehme ich mir 5 Minuten, um das Bett zu machen und Kleinigkeiten wegzuräumen, die noch herumliegen. Es fühlt sich einfach viel besser an, wenn beim Nachhausekommen am Abend alles ordentlich ist. „Prep your Space“ ist für mich zu einem absolutem Muss am Morgen geworden. Wir unterschätzen leicht, was man in 5 Minuten alles schaffen kann.

4) Im letzten Teil meiner Morgenroutine, dem „Start getting productive“, widme ich mich dem Journaling. Hier plane ich meinen Tag, während ich eine große Tasse Tee genieße. Oft nehme ich mir auch noch 5 Minuten, um etwas zu lesen.

Baukasten für deine perfekte Morgenroutine

Es gibt beinahe so viele Morgenroutine Ideen, wie es Menschen gibt. Hier findest du einen Baukasten, der einige von Ihnen enthält. Probiere dich durch ihn durch und anschließend  kannst du mit deinen daraus gewonnenen Erkenntnissen,  die für dich perfekte Morgenroutine zusammenstellen.

Perfekte Morgenroutine - Bauskasten

Dieser Baukasten lässt sich natürlich noch beinahe unendlich erweitern. Lass mir gerne in den Kommentaren Ideen für deine Bausteine da. Ich freue mich jederzeit sehr über neue Inspirationen.


📓 In „The Miracle Morning“ beschreibt Hal Elrod, der „Erfinder“ des Miracle Mornings, wie er die für sich perfekte Morgenroutine gefunden hat und wie sich das auf sein gesamtes Leben ausgewirkt hat.

📓 In „Viel besser als gute Vorsätze: Wie Sie mit Mini-Gewohnheiten Maxi-Erfolge erleben“ erklärt Stephen Guise sehr anschaulich, warum Menschen oft an ihren gesteckten Zielen scheitern und zeigt dafür eine Lösung auf.

📌 Damit wir uns gegenseitig unterstützen können, würde ich mich darüber freuen, wenn wir uns auf LinkedIn, Xing und Instagram vernetzen.


Das war mein Vorschag für einen Baukasten, der dir dabei helfen wird, deine perfekte Morgenroutine zusammenzustellen. Wenn du mehr Struktur in deinen Alltag bringen möchtest, eignent er sich dafür ganz hervorragend. Falls du noch nach weiteren Inspirationen zum Thema Morgenroutine suchst, kannst du auch gerne einmal auf meinem Bullet Journal Board auf Pinterest vorbeischauen.

Alles Liebe. 🌸 Nicole

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