Ein erfolgreicher Kopf braucht einen gesunden Körper. Die meisten Menschen neigen in der Regel dazu, anzunehmen, dass ihre Leistungsfähigkeit erst eingeschränkt ist, wenn sich sich nicht gut oder krank fühlen. Das ist ein fataler Fehler. Denn zwischen der Leistungsfähigkeit an einem Tag, an dem man sich eigentlich „ganz okay“ fühlt und einem, an dem man sich unglaublich gut fühlt, liegen Welten. Mir war das Ausmaß dieser Tatsache sehr lange nicht bewusst. Zum einen lag das daran, dass ich nicht sehr gut auf meinen Körper gehört habe. Dass meine Umwelt es aber auch nicht getan hat, hat mich hier auch ein Stück weit beeinflusst. Denn es erschien mir als Normalität, dass man eigentlich alles irgendwie schaffen kann, solange man nicht wirklich erwähnenswert krank ist.

Für uns Deutsche ist das leider typisch, was auch oft dazu führt, dass wir uns krank ins Büro schleppen und es dadurch eigentlich noch schlimmer machen. Wahrscheinlich wäre ich sogar dazu bereit gewesen, diese Folge in Kauf zu nehmen, solange die entsprechende Arbeitsleistung passt. Wir merken an dieser Stelle aber leider oft nicht, dass die erbrachte Leistung ganz und gar nicht passt und wir diese durch unsere Unvernunft sogar länger schwächen, als es normalerweise üblich wäre, wenn wir unserem Körper die Zeit zur Genesung geben würden. Es gibt eine ganze Reihe voll Literatur zu diesem Thema, aus der verschiedene Aspekte hervorgehen. Nicht nur, dass unser Körper bei Krankheit physisch geschwächt ist. Auch die physische Leistung ist erheblich eingeschränkt.

Nachweislich ist es so, dass bei einer „einfachen“ Erkältung, wie es bei uns im Volksmund heißt und die wir meist nicht ernst nehmen, unsere Leistungsfähigkeit bei der Arbeit um 80% reduziert ist. Das liegt unter anderem daran, dass unser Körper auf Grund seines Unwohlseins nur wenig Willenskraft zur Verfügung hat. Denn den Großteil davon musste er bereits dafür aufwenden, dass wir uns trotz Krankheit zur Arbeit geschleppt haben. Das hat zur Folge, dass nicht mehr genug Energie zur Verfügung steht, um sich zu konzentriertem Arbeiten anzutreiben. Auch wenn man eigentlich wirklich etwas schaffen will, kann man nur noch einen Bruchteil seines Potenzials nutzen. Eigentlich wissen wir es alle. In zwei Wochen, in denen man sich mit einer Erkältung ins Büro schleppt, schafft man deutlich weniger als in zwei Wochen, in denen man sich trotzdem ein paar Tage zur Erholung nimmt.

Schlaf als Erfolgsfaktor Nr. 1

Bis jetzt habe ich von Dingen gesprochen, die den meisten von uns noch einleuchten. Wenn jemand krank ist, rechnet er sogar damit, dass er weniger leistungsfähig ist, auch wenn ihm das volle Ausmaß gar nicht bewusst ist. Aber was ist eigentlich an den Tagen, an denen man nicht krank ist und sich eigentlich „ganz okay“ fühlt?

Ich spreche hier von normalen Standardtagen, wie ich sie sehr lange hatte. Mir ging es nicht schlecht, aber Bäume ausreißen konnte ich irgendwie auch nicht. Obwohl ich immer sehr gerne zur Arbeit und abends extra pünktlich ins Bett ging, kam ich morgens nach etwa 7,5 Stunden Schlaf nur schwer aus dem Bett. Für mich war das vollkommen normal. Anschließend kam für mich ein Arbeitstag, an dem ich versucht habe, Vollgas zu geben, was mir aber nur teilweise gelang. Nach der Arbeit ging ich zum Sport, wenn mein Energielevel es noch zuließ und danach fiel ich völlig erschöpft auf die Couch und schaute noch eine Runde fern.

Bei vielen Menschen, die ich kannte, war das ähnlich. Deshalb habe ich mir darüber gar keine Gedanken gemacht. Doch als ich zufällig über das Thema körperliches Wohlgefühl und sein Einfluss auf die Leistungsfähigkeit stolperte, staunte ich nicht schlecht. Je mehr ich mich damit beschäftige und versuchte, das Gelernte umzusetzen, desto mehr Energie hatte ich und meine Leistungsfähigkeit stieg rasant an. Denn es ist nicht normal, dass man sich „ganz okay“ fühlt.

Wir können Erstaunliches leisten, wenn wir uns richtig gut fühlen. Und es gibt verschiedene Faktoren, die hierzu beitragen. Diese sollten wir, soweit es uns möglich ist, zur Gewohnheit machen. Denn sind wir mal ehrlich. Es sollte selbstvertsändlich sein, dass wir uns wahnsinnig gut fühlen und dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Mit einem „ganz okay“ dürfen wir uns nicht zufriedengeben, wenn wir dauerhaft gute, geschweige denn herausragende, Leistungen erbringen wollen.

Vermutlich wirst du in diesem Beitrag nur Weniges lesen, was du nicht schon einmal gehört oder gelesen hast. Schade ist nur, dass wir dazu neigen, die Tragweite zu unterschätzen, die scheinbar nebensächliche Faktoren auf unsere Leistungsfähigkeit haben.

Schlaf ist einer der wichtigsten dieser Faktoren. Hier ist nicht nur entscheidend, dass du ausreichend schläfst. Die Qualität deines Schlafes spielt eine maßgebliche Rolle bei dem, was du am folgenden Tag leisten kannst. Dauert es lange, bis du einschläfst? Schläfst du durch? Falls du nicht durchschlafen kannst, dauert es lange, bis du wieder eingeschlafen bist? Fühlst du dich morgens erholt?

Durch verschiedene äußere Einflüsse wird unser Schlaf beeinträchtigt. Einserseits gibt es Dinge die offensichtlich sind, wie beispielsweise Streitigkeiten vor dem Zubettgehen oder Aufregung vor einer anstehenden Prüfung am nächsten Tag. Doch auch weniger offensichtliche Einflüsse, können deinem Schlaf enorm schaden. Der menschliche Biorhythmus ist durch das Wirken verschiedener Hormone zu unterschiedlichsten Zeitpunkten so ausgelegt, dass der Mensch unter optimalen Bedingen einen perfekten Tag-Nacht-Rhythmus hat. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich die Hormone ungehindert dann entfalten können, wenn sie benötigt werden.

Melatonin ist das Hormon, welches unseren Schlaf entscheidend beeinflusst. Durch unseren heutigen Lebensstil und die ständige Zwangsbeleuchtung, die wir auf Grund von Smartphones und verschiedenen Bildschirmen ständig um uns haben, hat das Melatonin es deutlich schwerer. Es wird durch fehlende Dunkelheit am Abend oft nicht genug davon gebildet, sodass uns das Ein- und Durchschlafen schwerfällt. Viele Menschen greifen deshalb zu Schlafmitteln, die angesichts ihres Suchtpotenzials nicht zu empfehlen sind.

Ein anderer Weg zu einem gesunden Schlaf wäre, die Lebensumstände zu ändern und sich von Smatphones und Co. ferzuhalten. Das ist aber doch eher unrealistisch und dauerhaft wahrscheinlich auch nicht unbedingt ratsam. Einfach und sehr wirksam ist es hingegen, sich Melatonin von außerhalb zuzuführen, wenn der eigene Körper nicht genug davon produziert. Es unterstützt auf natürliche Weise den Schlafprozess und es besteht keine Gefahr der Abhängigkeit. Du nimmst es etwa eine Stunde, bevor du dich schlafen legen möchtest und verkürzt so die Einschlafdauer. Auch die Schlafqualität verbessert sich durch die Einnahme von Melatonin merklich. Bevor du zu anderen dubiosen Mitteln greifst, ist diese Alternative die beste Wahl.

Vitalstoffreiche Ernährung als Erfolgsfaktor Nr. 2

Neben dem Schlaf spielt auch die ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen, Mineralien und Spurenelementen eine entscheidende Rolle beim Thema Leistungsfähigkeit. Ein sehr breit aufgestelltes Nachschlagewerk hierzu findest du am Ende dieses Beitrags in meinen Buchempfehlungen. Falls du nach weiteren Informationen zum Thema Mikronährstoffe und deren Bedeutung   suchst, findest du in diesem Buch alle Informationen, die du brauchst.

Durch die nur noch wenig natürliche Art und Weise, wie Pflanzen heute angebaut und Tiere gehalten werden, haben unsere Lebensmittel eine deutlich geringere Nährstoffdichte, als es noch vor 100 Jahren der Fall war. Das und die Tatsache, dass wir oft zu verarbeiteten Lebensmitteln greifen, führt dazu, dass wir nicht ausreichend mit dem versorgt sind, was unser Körper benötigt. In Europa befinden wir uns noch nicht in der Situation, dass wir unter extremen Mangelerscheinungen leiden. Doch die Unterversorgung geht durchaus so weit, dass wir uns eben nur „ganz okay“ und nicht top fit fühlen.

Mir begegnet fast täglich irgendeine Werbung für Nahrungsergänzungmittel, was daran liegt, dass dahinter ein derzeit florierender Wirtschaftszweig steckt, der die Menschen mit Supplements überhäuft. Doch viel hilft nicht immer viel. Eine Überversorgung kann bei manchen Mikronährstoffen auch zu starken Nebenwirkungen und gesundheitlichen Einschränkungen führen. Ein Besuch beim Arzt zur Untersuchung des Blutes auf die entsprechende Versorgung mit Mikronährstoffen, Mineralien und Spurenelementen lohnt sich hier auf jeden Fall. Denn nur so kannst du gezielt daran arbeiten, einen möglichen Mangel zu beseitigen. Gerade Frauen haben oft Probleme mit ihrer Nährstoffversorgung und ihrem Hormonhaushalt und leiden deshalb besonders häufig an Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

Es ist schwierig dieses Thema von heute auf morgen in den Griff zu bekommen. Gerade deshalb können Supplements durchaus eine gute Ergänzung sein. Eine ausgewogene und vor allem natürliche Ernärung bildet die Grundlage einer optimalen Nährstoffversorgung. Doch oft kommt es vor, dass auf Grund verschiedener äußerer Umstände, wie beispielsweise einer stressigen Phase im Job, die Ernährung nicht die benötigte Aufmerksamkeit bekommt. Mangelerscheinungen sind die Folge und du bist weniger leistungsfähig. Nahrungsergänzungsmittel sollten niemals eine gesunde Ernährung ersetzen. Aber um wieder in die Spur zu kommen, können sie genau das sein, was der Name schon sagt – eine Ergänzung.

Vor allem bei diätgeplagten Frauen ist ein Mangel verschiedener Mikronährstoffe keine Seltenheit. Man hetzt von einer Abnehmkur in die nächste und überschätzt die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien dabei oft gewaltig. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass man auch deutlich weniger Mikronährstoffe aufnimmt, wenn man die Nahrungsaufnahme extrem einschränkt. Passiert das oft und über einen längeren Zeitraum, dauert es eine ganze Weile, bis man den Körper wieder mit dem versorgt hat, was er eigentlich braucht. Ich war auch eines dieser Opfer. Mit Geduld und dem notwendigen Wissen habe ich das Problem aber wieder sehr gut in den Griff bekommen.

Ständig wird uns suggeriert, dass wir dieses Superfood oder jenes Supplement zu uns nehmen müssen, um uns ausreichend mit dem zu versorgen, was wir brauchen. Dabei gibt es einige einfache Lebenmittel, die voll mit den verschiedensten Nährstoffen sind. Wenn du neben Haferflocken, Bananen und Paranüssen auch Brokkoli, Champignons, Karotten, Paprika, Hülsenfrüchte und fettigen Fisch in deinen Speiseplan einbaust, bist du mit den meisten Nährstoffen gut versorgt. Der Rest ist beinahe schon eher ein Luxusproblem. Du musst nur immer ein paar Lebensmittel in deine Ernährung einbauen, die eine gute Ausstattung mit Vitaminen etc. haben. Dann musst du auf den Rest gar nicht mehr so kristisch achten. Essen soll ja auch Spaß machen und nicht zu einer komplizierten Wissenschaft werden.

Bewegungs als Erfolgsfaktor Nr. 3

Ausreichend Bewegung ist der dritte Faktor, um den es in meinem Beitrag gehen soll. Gemeinsam mit der Supplement-Branche boomt auch die Sport- und Fitnessindustrie bereits seit Jahren. Sie gehen beinahe Hand in Hand. Bewegung ist für deinen Körper und auch für deinen Kopf enorm wichtig und sorgt nicht nur für deine Gesundheit, sondern auch deine innere Ausgeglichenheit. Regelmäßige Bewegegung, die dir Spaß macht, solltest du also unbedingt in deinen Alltag einbauen.

Aber entgegen dem, was häufig in den Medien propagiert wird, ist es ganz und gar nicht notwendig, Bewegung beinahe auf Leistungssportniveau zu betreiben. Tu das, was dir Spaß macht und tu es regelmäßig. So bewegst du dich auf einem gesunden Level. Hast du Lust auf einen Marathon? Dann auf! Aber hast du mehr Freude an langen Wanderungen in den Bergen, dann tu lieber das. Wenn du Spaß am Gewichtestemmen hast, ist das eine tolle Sache. Eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio ist für eine gute Gesundheit trotzdem keine Voraussetzung. Lass dich hier von den Medien nicht verunsichern und tu nur das, was dir gut tut.


📌 Hör einmal genau in dich hinein. Wie fühlst du dich? Ist da noch Luft nach oben? Dann wirf doch mit deinem Hausarzt einmal einen genauen Blick auf deine Mikronährstoffversorgung und dein Schlafverhalten. In vielen Fällen können hier kleine Verbesserungen bereits Großes bewirken. Es würde mich freuen, wenn dir dieser Beitrag ein paar Impulse gegeben hat, die dir dabei helfen, dich künftig noch energiegeladener zu fühlen und dadurch dem Erreichen deiner Träumen näher zu kommen.

📌 Damit wir uns gegenseitig unterstützen können, würde ich mich darüber freuen, wenn wir uns auf LinkedIn, Xing und Instragram vernetzen.

📓 Im „Handbuch Nährstoffe (Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente)“ von Zimmermann, Schurgast und Burgerstein findest vielfältige Informationen dazu, was dein Körper in welcher Menge braucht und woher er es bekommen kann.

📓 „Die Macht der Disziplin“ von Roy Baumeister und John Tierney zeigt an einer Vielzahl von Beispielen und Studien auf, dass die Willenskraft nicht unendlich ist, wie man sie trainieren und mit einem gesunden Lebensstil beeinflussen kann.

📓 „Sleep Smarter“ von Shawn Stevenson geht auf zahlreiche Methoden ein, mit dem du deinen Schlaf um Welten verbessern kannst. Nicht alles darin ist neu, aber trotzdem einer Erwähnung wert, weil es einfach unglaublich wichtig für einen erholsamen Schlaf ist und wir es oft nicht beachten.


Falls du nicht sowieso schon auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Schlaf und einer vitalstoffreichen Ernährung geachtet hast, fühlst du dich jetzt hoffentlich ein wenig dazu motiviert, künftig mehr auf dich und deinen Körper zu achten. Lass mich sehr gerne wissen, welche Erkenntnisse du mitgenommen hast und teile deine Gedanken mit mir.

Alles Liebe. 🌸 Nicole

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