Welcher Beruf passt zu mir? Diese Frage stellen sich nicht nur Berufseinsteiger. Auch alte Hasen im Beruf stellen oft nach einer Weile fest, dass sie in einem Job gelandet sind, der so gar nicht zu ihnen passt. Das Problem ist an dieser Stelle oft, dass diese Menschen gar nicht genau wissen, was wirklich zu ihnen passt und was ihnen Freude bereitet. Deshalb werfen wir in diesem Beitrag einen genaueren Blick darauf, wie man herausfinden kann, welcher Job wirklich zu einem passt.

Welcher Job passt zu mir - So findest du deine Berufung

Eigentlich sollte man sich die Frage „Welcher Beruf passt zu mir?“ schon zu Beginn seines Berufslebens stellen. Aber gerade in jungen Jahren kann diese Frage Menschen überfordern. Hinzukommt, dass sich Neigungen und Bedürfnisse im Leben eines jeden mit der Zeit ändern. Auch wenn ein bestimmter Job vor 10 Jahren noch der Traumjob war, muss er es heute nicht mehr sein. Deshalb sollte man sich in regelmäßigen Abständen fragen, was man wirklich machen möchte und ob der eingeschlagene Weg noch der richtige ist. Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit. Also sollte sie auch die meiste Zeit über Spaß machen.

Der Fokus auf Schwächen schwächt dich

Es gibt verschiedene Dinge, die du in deine Betrachtungen mit einbeziehen solltest. Zum einen ist da natürlich das, was du dir wünscht und das was du brauchst, um dich wohlzufühlen. Aber auch deine Stärken solltest du nicht außer Acht lassen. Die meisten Menschen konzentrieren sich darauf, ihre Schwächen auszumerzen. Das ist oft langwierig und anstrengend. Meist ist es auch nicht von Erfolg gekrönt. Es ist viel wirkungsvoller, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und in ihnen besser zu werden. Durch die natürliche Begabung für diese Dinge, die leichter von der Hand gehen, kann man enorme Verbesserungen in kürzester Zeit erreichen. Deshalb sollte auf ihnen der Fokus liegen.

Wie finde ich denn heraus, was ich wirklich machen will?

Bei der Suche nach dem Traumjob ist es oft der Kopf, der uns begrenzt. Mangelndes Selbstvertrauen in unsere Fähigkeiten verleitet und dazu, in Jobs zu arbeiten, in denen wir uns nicht wohlfühlen. Nur wer weiß, was er kann und will, kann seinen Traumjob finden. Deshalb ist der erste Schritt auf dem Weg zu deinem Traumjob folgender: Hinterfrage deine Talente! Was kannst du richtig gut? Welche Dinge gehen dir leichter von der Hand als den meisten anderen Menschen? Um herauszufinden, wer du bist und was dich ausmacht, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Was kannst du richtig gut?
  • Woran hast du Freude?
  • Wie sieht deine Leidenschaft aus?
  • Was ist dir wichtig?
  • Welchen Stellenwert nimmt Arbeit in deinem Leben ein?
  • Welche Tätigkeiten fühlen sich für dich nicht wie Arbeit an?
  • Wie sähe dein Job aus, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Vor allem ist es wichtig, sich selbst zu kennen. Das braucht Zeit und ist ein langwieriger Prozess. Deshalb solltest du nicht verzweifeln, wenn du nicht auf Anhieb weißt, was genau du dir wünscht. Sei ehrlich und höre tief in dich hinein. Lass dich nicht von äußeren Einflüssen und Erwartungen in eine Rolle zwingen. Die folgenden zwei Übungen können dich auf deinem Weg unterstützen.

Übung 1: Der Horror-Job

Den meisten Menschen fällt es viel leichter, sich das Schlimmste auszumalen, als sich den Traumjob vorzustellen. Bei dieser Übung tun wir das einmal ganz bewusst. Stelle dir einen Arbeitstag vor, der schlimmer nicht sein könnte. Mach das aus dem Bauch heraus und denke nicht lange darüber nach. Am besten hältst du deine Gedanken schriftlich fest. Tauche so richtig in die Übung ein und stelle dir den frustrierendsten Arbeitstag aller Zeiten vor. Male dir dein ganz persönliches Horrorszenario von einem Job aus.

Folgende Fragen können dir dabei helfen:

  • Wie sieht dein Horror-Arbeitsplatz aus?
  • Was wären für dich die schlimmsten Kollegen, die du dir vorstellen kannst?
  • Wie verhält sich der mieseste Chef aller Zeiten dir gegenüber?
  • Was wären für dich die schlimmsten Tätigkeiten?
  • Wie sieht es mit den Arbeitszeiten und dem Weg zur Arbeit aus?

Übung 2: Der Traumjob

Nachdem du jetzt weißt, was du so gar nicht willst, drehst du für die zweite Übung den Spieß um. Jetzt trägst du alles zusammen, was für dich den perfekten Job ausmachen würde.

  • Wie sieht ein Arbeitsplatz aus, an dem du gerne arbeitest?
  • Welche Tätigkeiten wünscht du dir für deinen Traumjob?
  • Wie verhält sich dein potentiell perfekter Chef?
  • Was wären für dich die besten Kollegen?
  • Welche Arbeitszeiten würde zu dir und deinem Tagesrhythmus passen?

Wenn du beide Übungen abgeschlossen hast, weißt du ganz genau, wie ein Job aussehen muss, der dich glücklich macht. Du weißt, was gar nicht geht. Und du weißt, was du unbedingt brauchst. Anschließend machst du dich auf die Suche nach genau diesem Job.

Muss es denn wirklich der Traumjob sein?

Es ist nicht zwangsläufig der heilige Gral, wenn man die eigene Berufung findet. Denn auch hier kommt es oft vor, dass Menschen damit nicht glücklich werden. Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, besteht immer die Gefahr, dass die ursprüngliche Freude daran verloren geht. Versteife dich also am besten nicht darauf, für dich den perfekten Job zu finden. Viel wichtiger ist, dass dein Job zu dir passt und dass du dich darin wohlfühlst. Das Streben nach Perfektion baut nur unnötigen Druck auf. Beschäftige dich intensiv mit deinen Werten und Wünschen. Und sei ehrlich zu dir. Denn am zufriedensten sind wir, wenn wir das tun, was wir wirklich tun wollen. Das muss in den meisten Fällen gar nicht perfekt sein.

Oft hilft es auch, einen Blick auf die Kindheit zu werfen. Was hast du als Kind gemacht, einfach weil es dir Freude bereitet hat? Beim Erwachsenwerden vergisst man oft, welche Dinge einen glücklich machen. Geld, Status und Karriere nehmen einen sehr großen Platz im Leben ein und man verlernt, auf seine ursprünglichen Bedürfnisse zu hören.


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Stellst du dir immer noch die Frage: Welcher Beruf passt zu mir? Dann probiere doch einmal die beiden Übungen aus diesem Beitrag aus. Sei mutig und lass dich auch auf etwas Neues ein. Denn sonst wird es sehr schwer, aus einer eingefahrenen Situation wieder herauszukommen. Formuliere eine „ideale“ Jobbeschreibung und deine „ideale“ Firma. Dann weißt du, nach was du Ausschau halten musst. Falls du noch mehr Informationen zum Thema Berufswahl suchst, kannst du gerne auch einen Blick auf „Mission Traumjob“ hier auf dem Blog werfen.

Alles Liebe.🌸 Nicole

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